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Der "Perron"

Während des gesamten 14. Jahrhunderts kämpften die Bewohner von Franchimont unermüdlich für die Verteidigung der Freiheiten des Fürstbistums Lüttich. Als Anerkennung dafür brauchten sie keinerlei Steuern zu zahlen. Der Prinzbischof gewährte ihnen das Bürgerrecht und verlieh der Stadt Theux den Ehrentitel einer "Bonne ville" ("Guten Stadt"). Um dieses Bündnis zu besiegeln, errichteten hohe Beamte aus Lüttich 1457 einen "Perron" in der Hauptstadt jeder Bank. Er wurde zum Symbol der kommunalen Freiheiten. Das Kreuz steht für die kirchliche Autorität, die Säule (oder auch Gerichtsstein genannt) symbolisiert die weltliche Macht, doch der Tannenzapfen zwischen Kreuz und Säule ist bis heute ein Rätsel; es wird vermutet, dass er ein heidnisches Symbol für Fruchtbarkeit und Wohlstand darstellt. 1468 wurde der noch fast neue Perron von Karl dem Kühnen aus Rache an den 600 Franchimont-Kämpfern zerstört. Zehn Jahre später wurde er im gotischen Stil wieder aufgebaut: Von der obersten Stufe wurden Erlässe und Delikte verkündet, die in der Hochbank verübt wurden. Dreihundert Jahre später wurde der stark verwitterte Perron durch einen neuen ersetzt, der sich bis heute auf dem Platz befindet und in die Kulturerbeliste aufgenommen wurde.