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Juslenville

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Juslenville und sein westlicher Teil

Juslenville und sein westlicher Ortsteil, flussabwärts von Theux: "Ad’là l’êwe". Zu Deutsch: "Jenseits des Wassers". Es ist noch nicht einmal 200 Jahre her, dass Juslenville nur aus einer Hand voll Häuser bestand, die im heutigen "Juslenville-Petite" angesiedelt waren. Natürlich gab es schon zwei oder drei Häuser an jenem Ort, der sich "è coff’" nannte, ebenso wie in der Nähe der jetzigen Schule, doch der wirkliche Ursprung dieser Ortschaft, der als das erste Juslenville angesehen wird, befand sich "a d’là l’èwe", jenseits des Wassers. Die Wurzeln dieses Kerns gehen zurück bis ins erste Jahrhundert unseres Zeitalters. Die Römer ließen sich hier nieder, nachdem die Region nach der Eroberung Galliens durch Julius Cäsar befriedet wurde. Die Häuser, die in der Nähe des Anwesens des Besitzers erbaut wurden, nannte man "Villa". Dieser Besitzer, der sich höchst wahrscheinlich an der Route Pouillou-Fourneau niedergelassen hatte (wo man darüber hinaus auf Spuren römischer Behausungen stieß), hieß allem Anschein nach Julien, das sich damals Julin oder Juslin schrieb. Sagt man nicht auf Wallonisch "Juslin Veye"? Der römische Ursprung ist unbestritten; so kamen ca. 100 Jahre nach dem Tod von Ambiorix (oder genauer gesagt nach seinem Verschwinden) - also ca. 50 n. Chr. - Siedler und machten sich an die Ausbeutung unserer Bodenschätze. Juslenville zählte zu dieser Zeit mit Sicherheit mehr Einwohner als Theux, da es rund um die Thermalquellen eine Badeanlage gab.


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Rue Charles Rittwéger

Wussten Sie, dass Charles Rittwéger, der 1827 in Verviers geboren wurde, die Pfarre, die Kirche und das Presbyterium von Juslenville gründete. In dieser Straße herrschte zu Beginn des 20. Jahrhunderts reges Treiben, mit Gemischtwarenläden, Bäckereien, Metzgereien, Tischlereien, Textilgeschäften, Hutgeschäften usw., die sich hier ein Stelldichein gaben. Die Fassade des Hauses Nr. 91 ist von großer architektonischer Bedeutung. Sie stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert, wurde in Fachwerkbauweise errichtet, wobei das vorragende Obergeschoss von Holzbalken getragen wird.


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Die Fyon-Kapelle

Die 1821 auf einem über der Eisenbahnlinie aufragenden Felsen erbaute Kapelle im neugotischen Stil war dem Schlossherrn von Juslenville namens Fyon gewidmet. Tatsächlich gehörte ihm im 19. Jahrhundert das gesamte Gebiet zwischen Forges-Thiry und der Dorfeinfahrt von Juslenville, wo sich außerdem ein Schloss mit Nebengebäuden befand. Diese Kapelle aus Kalkstein konnte weder ihre Einrichtung noch ihre Glasfenster behalten, von denen behauptet wird, dass manche Elemente Teil der Glasfenster der Seitenkapellen der Lambertus-Kathedrale von Lüttich waren. Sie wurde in die wallonische Kulturerbeliste aufgenommen.

 


égliseL’ancien Pont Rittweger sur la Hoegne.JPGDie Kirche

Alte Rittweger-Brücke auf Hoëgne