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Theux

Die Wurzeln von Theux reichen zurück bis in die Urgeschichte. Das fruchtbare und einladende "Fenster" von Theux sah bereits die Jäger aus der Mittleren Steinzeit und die Bauern aus der Jungsteinzeit an sich vorüberziehen. Die Galloromanen ließen sich hier zahlreich nieder und gaben unserer alten Stadt den Namen "TECTIS". Im 11. Jahrhundert wurde eine Burg errichtet und Theux wurde die Hochbank des im 16. Jahrhundert als Marquisat Franchimont bezeichneten Gebiets mit den Bänken Verviers, Sart, Spa und Jalhay. 1468 zogen 600 Bewohner von Franchimont nach Lüttich, um Karl den Kühnen dort zur Strecke zu bringen; sie wurden jedoch alle ermordet und das Land wurde verwüstet. Bald darauf begann der Aufschwung des Bergbaus und Hüttenwesens: Küchengeschirr aus Theux wurde in ganz Westeuropa verkauft und hinterließ zahlreiche Spuren an vielen Orten der Stadt. In Polleur brach 1789 fast zum gleichen Zeitpunkt wie in Paris die Revolution von Franchimont aus, bei der eine Erklärung der Menschenrechte verkündet wurde. Im 19. Jahrhundert und bis 1940 erlebte die Textilindustrie einen enormen Aufschwung.

Sehenswürdigkeiten

Im Zentrum von Theux gibt es eine Vielzahl von Häusern und ein Hôtel de Ville (Rathaus) aus dem 17. und 18. Jahrhundert, mit einem Perron in der Mitte als Symbol der Freiheit. Nennenswert sind unter vielen anderen:

  • Die Burg Franchimont, von der aus 600 tapfere Kämpfer nach Lüttich zogen, um dort gegen die Truppen von Karl dem Kühnen zu kämpfen, die jedoch in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 1468 allesamt ermordet wurden. Die zur Ruine verkommene Burg wurde beispielhaft renoviert. Alle zwei Jahre findet hier ein Mittelalterfest statt. Früher wurde dieses Fest "Franche-Foire" genannt und war in seiner Art einzigartig in ganz Belgien. Das Fest gibt es seit 1977.
  • Die Kirche von Theux, eine romanische Hallenkirche (ihre drei Schiffe sind gleich hoch), die einzige zwischen Loire und Rhein. Ihre Deckenmalerei aus dem 17. Jahrhundert wurde in den 90-iger Jahren restauriert. Im 13. Jahrhundert wurde ein Wehrturm an die Kirche angebaut. Er zeugt von der wichtigen Verteidigungsrolle, welche die Kirche zu dieser Zeit innehatte. Außerdem soll es nur mehr zwei Wehrtürme dieser Art in ganz Belgien geben: diesen und jenen der Kirche von Bastogne.
  •  Die "Moulin Banal" (Gemeinschaftsmühle): Die Mühle nennt sich "banal", nicht nur weil es sich um eine kommunale Mühle handelt (das französische Wort "banal" hat u. a. die Bedeutung von "communal"), sondern weil im Mittelalter die Bauern der gesamten Bank Theux ("Ban de Theux") von ihrem Lehnsherrn gezwungen wurden, ihr Getreide gegen eine Abgabe in Form von Mehl in dieser Mühle mahlen zu lassen.